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Weg ist die rote Laterne

VCO Berlin vs. TV Rottenburg, 12.02.17, 1. BLM
Verdienter Jubel: Tille und Co belohnen sich selbst mit dem zweiten Sieg
Foto: Kasten

Der deutsche Nachwuchs beweist seine Qualität und nutzt zum Ende der Hauptrunde nochmal die Gelegenheit. Mit viel Kampfgeist besiegen die Berliner den TV Rottenburg mit 3:1 (25:18, 32:30, 23:25, 25:22).

Ein Wochenende der Gegensätze im Sportforum Berlin: Die Partien gegen den VfB am Samstag und gegen den TVR am Sonntag hätten unterschiedlicher nicht sein können. Im ersten Spiel gegen den amtierenden deutschen Pokalsieger wollte der VCO das Beste aus der Underdogrolle machen und größtmögliche Gegenwehr zeigen. Bis zur ersten technischen Auszeit konnte sogar eine kleine Führung gefeiert werden, doch die Häfler blieben unbeeindruckt und zogen zum Ende des Satzes davon. Auch im weiteren Spiel glänzte der VfB mit einer hervorragenden Annahme, sodass Tomas Kocian seine Angreifer ohne Schwierigkeit in Szene setzen konnte. Die VCO’ler feierten zwar drei Blockpunkte und verteidigten zur Freude des Berliner Publikums einige harte Angriffe von den Gästen aus dem Süden, am Ende jedoch dominierten diese das Spiel deutlich. Trotzdem zollte nach der Partie der ehemalige Bundestrainer Vital Heynen dem Kampfgeist des deutschen Nachwuchses Respekt, zum MVP wählte er den Ex-Häfler Moritz Rauber.

24 Stunden später zeigte sich im Duell mit dem Traditionsverein aus Rottenburg ein völlig anderes Bild. Nach der unangenehmen Niederlage in Solingen war es weiterhin das erklärte Ziel des Teams, die rote Laterne wieder ab zu geben. Da sowohl gegen den VfB als auch gegen den BRV keine Sensationen zu erwarten waren, legte Verstappen den ganzen Fokus auf die Partie gegen den TVR. Der Start gelang gut, der Ehrgeiz war den Junioren deutlich anzusehen und sie verteidigten schon bald eine immer größer werdende Führung. Die Rottenburger liefen im Block den spritzigen Zuspielen von Johannes Tille nach, Egor Bogachev versenkte Ball um Ball im gegnerischen Feld. Fast schon zu vorfreudig nahm Libero André Illmer beim 25:17 beinahe auf der Bank des Gegners Platz, bevor der Punkt doch noch aufgrund einer Netzberührung des VCO revidiert und an die Gäste vergeben wurde. Auste und Co behielten jedoch die Nerven und nutzen sodann gleich die erste Gelegenheit, sich den Satz doch noch zu sichern. Der leidenschaftliche Rottenburger Trainer Müller-Angstenberger rief seine Truppe lautstark zur Raison und setzte daraufhin den späteren MVP Philipp Jankowski und Diagonalangreifer Sven Metzger ein. Dennoch behielten die Berliner die Oberhand, auch wenn die mitgereisten Rottenburger Paukenschläger ihr Bestes gaben, so wirkte sich deren Durchhaltevermögen nicht auf ihre Mannschaft aus. Spannung erzeugte der Sport dagegen selbst, als der VCO im knappen Kopf an Kopf Rennen zum Satzende mehrere Satzbälle zu verhindern wusste. Einen davon gab es zudem von TVR Coach Müller-Angstenberger geschenkt, der zu diesem denkbar ungünstigen Zeitpunkt wiederholt Auseinandersetzungen mit dem Schiedsgericht ausfocht und dafür mit einer roten Karte gemaßregelt wurde. Die ‚jungen Wilden‘ vom VCO zeigten ein bemerkenswertes Maß an Konzentration und schnappten sich beim Stand von 32:30 letztendlich den zweiten Satz.

Der Kraftakt blieb nicht ohne Folgen, die Gemüter waren weiterhin erhitzt. Auch der erste Punkt in Satz drei ging durch eine rote Karte für TVR-Libero Elsäßer an die Gastgeber. Sein Team agierte daraufhin besonnener und Jankoswksi brachte mit schnellen Pässen den Berliner Block ein wenig ins Wanken. Auch trotz eines zwischenzeitlichen Rückstandes von sechs Punkten ging den VCO’lern der Siegeswille nicht verloren, ihnen gelang sogar noch der Ausgleich zum 22:22 und die Führung zum 23:22. Ex-VCO’ler Phillip Trenkler hatte die Flinte allerdings ebenfalls noch nicht ins Korn geworfen und sicherte seinem Team beim 25:23 den ersten Satzgewinn der Partie.

Der Auftakt des vierten Satzes war hart umkämpft und zunächst gelang es keinem Team, sich abzusetzen. VCO-Kapitän Max Auste lief jedoch zur Höchstform auf und holte ein paar Punkte nach, die er verletzungsbedingt im ersten Spiel gegen den TVR nicht erzielen konnte. Auch VCO-Topscorer Bogachev war in Höchstform und gewann mit insgesamt 25 Zählern sogar einen kompletten Satz für sich allein. Binder und Goralik taten ihr Übriges in der Mitte dazu und verhinderten insgesamt ganze zwölf Mal ein punkten der Gegner. Aus einem 9:11 machte der VCO eine 13:11-Führung, der TVR stand mit dem Rücken zur Wand und lief ab dann den frech aufspielenden Jungspunden nur noch hinterher. Ein Aufschlagfehler des TVR zum 25:22 besiegelte den 3:1 Heimerfolg und somit den zweiten Sieg der VCO Junioren in der 1. Volleyball Bundesliga. Fassungslose Gesichter beim TVR, jubelnde Berliner und ein sehr zufriedener Coach Johan Verstappen: auf ein doch so deutliches Ergebnis hatte im Vorfeld keiner zu hoffen gewagt.

Umso größer ist die Freude, die rote Laterne des Tabellenletzten nun doch wieder an die TSG Solingen abgeben zu können. Die Berliner haben es am kommenden Sonntag gegen den Tabellensiebten vom TV Ingersoll Bühl in der Hand, sich möglicherweise sogar abzusetzen.

MVP: VCO Julian Zenger, TVR Philipp Jankowski

Es spielten für den VCO:

André Illmer (1), Anton Brehme (2), Stefan Thiel (3), Yannick Goralik (4), Johannes Tille (6), Matti Binder (7), Egor Bogachev (9), Johannes Mönnich (10),  Maximilian Auste (12), Linus Weber (15), Julian Zenger (16), Corbin Balster (17)

veröffentlicht am Montag, 13. Februar 2017 um 17:02; erstellt von Kasten, VC Olympia ´93 Berlin e.V.
letzte Änderung: 14.02.17 10:12

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