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News rund um den VCO Berlin

VCO Berlin wird wissenschaftlich unterstützt

VCO Berlin - Verein

Studie „Präventionsdiagnostik im Nachwuchsleistungssport“ mit dem VCO Berlin.

Unsere Mädels vom VCO Berlin dürfen in der bald startenden Saison 2021/22 die Protagonistinnen für eine Studie sein, in der es darum geht, die Parameter von Verletzungen der unteren Extremitäten bei Jugendvolleyballern („Parameters of lower extremity injuries in female youth volleyball players“) zu analysieren.

Anlass ist eine Doktorarbeit zur Quantifizierung und Objektivierung der Präventionsdiagnostik im Nachwuchsleistungssport am Institut für Sport und Sportwissenschaft an der Technischen Universität Dortmund. In diesem Rahmen werden unsere U17 (Team weiblich 2, Regionalliga Nordost) und U19 (Team weiblich 1, 2. Bundesliga Nord) wissenschaftlich begleitet.

Eine der größten Herausforderungen im Sport ist die Verknüpfung von Verletzungen und eine damit passende Präventionsstrategie zu entwickeln. Das Problem dabei ist die Komplexität von Ursache und Wirkung durch diverse Faktoren.

Die derzeitige Forschungsweise zur möglichen Assoziation von Verletzungen soll dabei verbessert werden. Ziel ist es, aussagekräftige Beziehungen zwischen Parametern und Verletzungen in einem nicht linearen System erfassen zu können.

Die Daten dieser Langzeitstudie sollen es ermöglichen, in einem mathematischen Modell die ganzheitliche Erfassung von Parametern zur Assoziation von Verletzungen der unteren Extremitäten im Volleyball gerecht zu werden.

Die Studie verläuft dabei in zwei Teilprojekten zur Datenerhebung: Zunächst erfolgt an drei Testzeitpunkten (August und Dezember 2021, April 2022) eine biomechanische Bewegungsanalyse der Spielerinnen. Das passiert während des Trainings im Sportforum Berlin in Hohenschönhausen. In einem Zeitrahmen von 45 Minuten werden anthropometrischen Daten (Körpermaße, Gewicht, Körpergröße, Arm-, Bein-, Oberschenkellänge etc.) erfasst und Daten aus Übungen der Präventionsdiagnostik gewonnen.

Zunächst tauschen die Probandinnen die Einlagen ihrer Schuhe gegen die „Moticon Insole3“ aus und können sich mittels Warm-up-Übungen (Bewegungsübungen und leichte aerobe Erwärmung) an diese gewöhnen. Diese spezielle Einlage ist das einzige Messinstrument. Es gibt keinerlei Verkabelung oder weitere Messmethodiken.

Im weiteren Schritt führen die Probandinnen Übungen der Präventionsdiagnostik zur Erfassung der Bewegungsqualität aus. Diese Übungssammlung besteht aus einbeinigen, statischen und dynamischen Gleichgewichtstests (Einbeinstand mit offenen und geschlossenen Augen, Y-Balance), beidbeinigen bzw. einbeinigen Landungen („Landing Error Scoring System“), sowie einem Overhead Squat und einer volleyballtypischen Sprungbewegung („Spike Jump“). Die Bewegungen während der Übungsausführung werden mit Hilfe der speziellen Schuheinlage, eines Kamerasystems und einer Kraftmessplatte aufgezeichnet.

Damit können folgende Messdaten gewonnen werden: Druckverteilung im Bereich der Fußsohle, der Bodenreaktionskräfte, der Gelenkwinkel, der Gelenkgeschwindigkeiten und die Sprunghöhen.

Mit dabei ist immer Stefan Arenz (Mitarbeiter des IAT). Er führt die Bewegungsanalysen durch. Weitere studienrelevante technische Unterstützung erfolgt durch Prof. Dr. Thomas Jaitner (TU Dortmund) und Dominik Modenbach (TU Dortmund).

Das zweite Teilprojekt zur Datenerhebung wird mit Hilfe der bereits bestehenden IDA Volleyball, Trainings- und Wettkampfdatenbank des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft Leipzig, umgesetzt. Innerhalb der IDA Volleyball werden Parameter zur Trainings- und Belastungssteuerung (Tagesfragen, Trainingseinheiten, Spieltage), sowie die sportmedizinischen Daten hinsichtlich aufkommender Verletzungen (Zeitpunkt, Örtlichkeiten, Klassifizierung des Verletzungstyps, Verletzungsmechanismus, Lokalität der Verletzung, ggf. Dauer der Abwesenheit) dokumentiert und für die Studie zur Verfügung gestellt.

Für unsere Spielerinnen und das Trainerteam des VC Olympia Berlin entsteht kein Mehraufwand im Rahmen dieser Dokumentation, da dieser Prozess bereits fest im Trainings- und Wettkampfalltag an unserem Volleyball-Stützpunkt implementiert ist. Wir freuen uns Teil der wissenschaftlichen Arbeit sein zu dürfen und sind gespannt auf die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen.

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Fotos: IAT/TU Dortmund / Text mit Auszügen aus dem Informationsschreiben zur Studie „Parameters of lower extremity injuries in female youth volleyball players“.

veröffentlicht am Montag, 23. August 2021 um 18:05; erstellt von Junge, Stefan
letzte Änderung: 23.08.21 19:13

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Samstag, 30. Oktober 2021

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19:30
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Sonntag, 31. Oktober 2021

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Leverkusen TSV Bayer 04 Leverkusen
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Borken Skurios Volleys Borken
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VCO Berlin VCO Berlin
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Essen VC Allbau Essen
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