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Souveränes Spiel zum Wochenausklang

Skurios Volleys Borken vs. VCO Berlin, 13.03.22, 2. BLNF
Am Sonntagnachmittag besiegten die Skurios Volleys zuhause den VCO Berlin mit 3:0
Foto: Thomas Hacker

Zeit zum Entspannen blieb die Spielerinnen der Skurios Volleys am vergangenen Wochenende kaum und doch war die Freude am Sonntagnachmittag riesengroß. Als das Match gegen den aktuellen Tabellenzehnten VC Olympia Berlin um 16.20 Uhr abgepfiffen wurden, hatte der Tabellenführer mit einem relativ klaren 3:0 das 22. Ligaspiel in Folge gewonnen - und das nach dem kraftraubenden 3:1-Auswärtserfolg nicht einmal 20 Stunden vorher gegen den VC Allbau Essen.

„Jetzt ist Ausruhen angesagt und den restlichen Sonntag genießen“, gab Borkens Co-Trainerin Lena Nelke im anschließenden Interview die Marschrichtung für das kurze volleyballfreie Rest-Wochenende vor. Kurz blickte sie noch einmal auf den Auswärtssieg gegen Essen zurück. „Definitiv war das Spiel für die Mädels gestern doppelt so schwer“, wusste sie zu berichten. „Das hat uns heute noch ein wenig in den Knochen gesteckt.“ Die eigenen Ansprüche waren gewiss hoch für Borkens kleinen Kader, doch um die BayerVolleys weiterhin auf Abstand zu halten, waren zwei Siege fast schon Pflicht. Das aber war umso schwerer, weil in dem Mini-Kader neben Libera Johanna Müller-Scheffsky weiterhin Mittelblockerin Jana Röwer ausfiel. Dafür standen Marika Loker und Jana Schlettert im Kader, letztere kam an diesem Sonntagnachmittag aber nicht zum Einsatz.

Das lag vor allem daran, dass die gegnerische Mannschaft nach ihrem 3:0-Auswärtserfolg im Duell gegen Münster Selbstvertrauen getankt hatte. Das wollte das junge Team von Trainer Manuel Hartmann natürlich nutzen, wurde in der Borkener Mergelsberg-Halle jedoch zumindest anfangs eiskalt überrascht. Bereits zur 1. Technischen Auszeit lagen die Skurios Volleys vor 187 Zuschauern mit fünf Zählern vorne, bei der 2. Technischen Auszeit hieß es dann schon 16:10. Das lag aber nicht nur an den starken Borkener Angriffen, die Rückkehr von Zaneta Baran machte das Borkener Spiel deutlich variabler als bisher mit dem kleinen Kader, sondern primär an der Berliner Annahme. So endete nach 25 Minuten durch einen Block von Doreen Luther der erste Satz deutlich mit 25:15.

Im zweiten Satz aber schien Berlin zunehmend besser gegen die unveränderte Borkener Mannschaft ins Spiel zu kommen. Obwohl Borken bis zur ersten Berliner Auszeit beim 10:4 dominierend war, kämpften sie die hauptstädterinnen schließlich heran und nutzten Borkens Schwächen in der Annahme. Daher ging der Tabellenführer mit einem knappen Vorsprung von nur einem Zähler in die 2. Technische Auszeit. Beide Mannschaften wollten den Satz gewinnen, am Ende aber war das Borkener Spiel beim 25:21-Endstand etwas souveräner. „Am Ende glaube ich, dass unser Angriff deutlich weniger durchschlagskräftiger war als der Borkener Angriff und uns das am Ende etwas gefehlt hat“, versuchte Berlins Trainer Manuel Hartmann das Spiel seiner Schützlinge einzuordnen.

Im dritten Satz konnte sich anfangs keine Mannschaft entscheidend absetzen und auch der VCO ging teilweise leicht in Führung. Berlin witterte hier die Chance und glich immer wieder aus. Erst nachdem Borkens Coach Chang Cheng Liu beim 23:23 eine letzte Auszeit nahm, waren es zwei Angriffe von Fabienne Coenders, welche Borken den 25:23-Endstand brachten. Damit blieben auch diese drei Punkte im Westmünsterland.

Als Garanten für den Erfolg sah Lena Nelke zum einen die gute Blockfeldabwehr sowie die präzisen und durchschlagskräftigen Angriffe. „Wir haben heute definitiv ein souveräneres Spiel gespielt“, verglich sie das Match mit dem gegen Essen und bedankte sich beim Publikum. „Das lang vielleicht auch daran vor dieser Kulisse zu spielen vor euch. Ich denke das gibt den Mädels viel Kraft auf dem Feld alles zu geben.“ Auch Berlins Coach freute sich darüber, endlich wieder vor Publikum spielen zu können.

Strahlen konnte am Ende auch Berlins Celine Jebens über die silberne MVP-Medaille. Auf Borkens Seite war es wie am Vortag Anika Brinkmann, die sich durch ihr Spiel die goldene MVP-medaille sicherte, ihre bereits zehnte Goldmedaille in dieser Saison. Nach dem Spiel aber konnte sich nicht nur die Mannschaft noch einmal freuen, denn im Abschlussspiel dieses Spieltags gewann der Tabellendritte aus Köln gegen den Tabellenzweiten, die BayerVolleys. Damit fehlt den Skurios Volleys nur noch ein einziger Punkt zur zweiten Meisterschaft nach der Saison 2018/19 – den ersten Matchball hierfür können sie ausgerechnet am 20. März beim Derby-Rückspiel in der heimischen Mergelsberg-Sporthalle verwandeln.

veröffentlicht am Montag, 14. März 2022 um 21:08; erstellt von Thomas Hacker, RC Borken-Hoxfeld e.V.
letzte Änderung: 14.03.22 21:08

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